»Wie integrieren wir das Autodidaktische ins Institutionelle?«
Geht das überhaupt?
Wenn es geht: Wäre das wünschenswert?
Zwei Formen des Lernens: Institutionell angeleitetes und autodidaktisches Lernen. Stehen diese Formen nicht nebeneinander? Schnittmengen sehe ich nur, wenn ich autodidaktische erworbene Kompetenzen in den institutionellen Rahmen einspielen kann. Dafür brauche ich erst einmal kein Zertifikat. Ich mach das einfach. Punkt.
Beispiel: Alles, was mit Computern und Internet zu tun hat, habe ich mir selbst beigebracht. Da bin ich Autodidakt. Ich habe kein Zertifikat über diesen Prozess der Aneignung. Ich bringe die Kenntnisse aber in den formalen Bildungsprozess mit ein.
Das Zertifikat des Autodidakten ist die Anwendung des Gelernten, durch die er sich als kompetent erweist. An die Stelle des Lernbeweises (Zeugnis) tritt der Lernerweis (praktisches Vorweisen der Kompetenz).
Warum ich frage, ob die Verbindung wünschenswert wäre: Institutionalisiertes Lernen und autodiaktisches Lernen sind zwei Paar völlig unterschiedliche Schuhe. So ist z. B. die Eigentätigkeit, die in den Schulen zunehmend erwartet wird, kein Weg zum autodidaktisch arbeitenden Schülers.
Für mich ist es kaum denkbar, dass institutionalisiertes und autodiaktisches Lernen integrierbar wären. Durch die Anwendung von Wissensbeständen, durch die Neugier, die Leidenschaft, die Risikobereitschaft des Lernenden, kann autodidaktisch erworbenes Wissen in Handlungsbereich einfließen. – Und vor Ort zählt dann sowieso immer das, was jemand kann und nicht das, was auf dem Zeugnis steht, das vor allem eine zentrale Orientierungsfunktion erfüllt, aber wenig über die Kompetenzen aussagt.
Vorschlag: Zunächst beide Formen des Lernens konsequent getrennt denken, um dann zu überlegen, wo die Schnittmengen verlaufen.
»Wie integrieren wir das Autodidaktische ins Institutionelle?«
Geht das überhaupt?
Wenn es geht: Wäre das wünschenswert?
Zwei Formen des Lernens: Institutionell angeleitetes und autodidaktisches Lernen. Stehen diese Formen nicht nebeneinander? Schnittmengen sehe ich nur, wenn ich autodidaktische erworbene Kompetenzen in den institutionellen Rahmen einspielen kann. Dafür brauche ich erst einmal kein Zertifikat. Ich mach das einfach. Punkt.
Beispiel: Alles, was mit Computern und Internet zu tun hat, habe ich mir selbst beigebracht. Da bin ich Autodidakt. Ich habe kein Zertifikat über diesen Prozess der Aneignung. Ich bringe die Kenntnisse aber in den formalen Bildungsprozess mit ein.
Das Zertifikat des Autodidakten ist die Anwendung des Gelernten, durch die er sich als kompetent erweist. An die Stelle des Lernbeweises (Zeugnis) tritt der Lernerweis (praktisches Vorweisen der Kompetenz).
Warum ich frage, ob die Verbindung wünschenswert wäre: Institutionalisiertes Lernen und autodiaktisches Lernen sind zwei Paar völlig unterschiedliche Schuhe. So ist z. B. die Eigentätigkeit, die in den Schulen zunehmend erwartet wird, kein Weg zum autodidaktisch arbeitenden Schülers.
Für mich ist es kaum denkbar, dass institutionalisiertes und autodiaktisches Lernen integrierbar wären. Durch die Anwendung von Wissensbeständen, durch die Neugier, die Leidenschaft, die Risikobereitschaft des Lernenden, kann autodidaktisch erworbenes Wissen in Handlungsbereich einfließen. – Und vor Ort zählt dann sowieso immer das, was jemand kann und nicht das, was auf dem Zeugnis steht, das vor allem eine zentrale Orientierungsfunktion erfüllt, aber wenig über die Kompetenzen aussagt.
Vorschlag: Zunächst beide Formen des Lernens konsequent getrennt denken, um dann zu überlegen, wo die Schnittmengen verlaufen.
Gruß,
Torsten
aka
herrlarbig
torstenlarbig about 2 years ago